Kommende Ausstellung im kleinen Atelier

- mysterium fantasticum -

Hommage à Massimo Rao

von Lars Herrmann
 

Vernissage: 28. September um 19.00 Uhr
Begrüßung: Ellen Haselmayer

Ort: kleines ATELIER, Hirschenstr. 31, Fürth
U-Bahn Rathaus, zwischen Blumen- und Mathildenstr.
Parken: Parkhaus Mathildenstraße

Dauer: 29.09.08 - 15.11.08
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Tageszeitung.

Lars Herrmann zeigt erstmals in Fürth seine zum Teil großformatigen Zeichnungen. Sie erinnern in ihrer Ausführung an die graphischen Blätter alter Meister – sind jedoch oftmals mit Kugelschreiber in altmeisterlicher Technik ausgeführt. Die Wirkung der meisten Bilder Herrmanns basiert auf Lautlosigkeit, Melancholie und Einsamkeit. Dennoch spielen Dynamik und Bewegung als Ausdruck des Menschen und der Landschaft eine entscheidende Rolle im Werk Herrmanns. Dies sicherlich nicht zuletzt auch deshalb, um der Freude am Studium des menschlichen Körpers, des Gesichtes, der borkigen Baumrinde sowie des wirbelnden Wassers frönen zu können. Mit mächtigen, sich windenden Kräften versuchen sich die Mensch und Natur aus ihren Gefangenschaften zu befreien. Bei genauerem Hinsehen wird dem Betrachter jedoch klar: Kein physisches Gefängnis wird dargestellt, sondern der Ausdruck eines inneren Kampfes, das Nach-außen-kehren der Seele. Vielleicht ist es aber auch das Resultat des Versuchs, die sich im Moment des Zeichnens zu etwas Greifbarem herausbildende Imagination für die Ewigkeit auf dem Zeichenblatt zu fixieren.


Langsam werden sie dich vergessen,
zweimal im Jahr noch werden sie, die dich liebten,
seufzend an dich denken,
plötzlich alt
durch die kalte Wut des Schicksals.
Durst habe ich nicht, doch schenkt mir ruhig ein,
denn der Fahrschein des Lebens läuft ab.